Nachgefragt – CEO Stefan Heiniger über Nachhaltigkeit bei der ASH Group

2015_Heiniger_Stefan_4c.jpgHerr Heiniger, bei Ihren Kunden steht Umweltschutz hoch im Kurs: Die Kommunen möchten eine umweltverträglichere Strassenreinigung, die Winterdienste sollen weniger streuen, Flughäfen möchten auf dem Vorfeld und dem Flugfeld CO2-neutral arbeiten, alle wollen mit weniger Treibstoff und Energie auskommen. Wird die ASH Group zu einem «grünen Unternehmen»? Dies ist sicher eine etwas einseitige Sichtweise. Aber es stimmt, die Kunden sehen sehr genau hin, welche Umweltbilanz unsere Fahrzeuge und Geräte haben. Treibstoffverbrauch und CO2-neutraler Betrieb werden inzwischen diskutiert wie früher technische Funktionen und Leistungsdaten. Das ist ja auch richtig. Gut mit den Ressourcen haushalten, die Umweltschonen, wer würde etwas Anderes wollen? Wir nähern uns dem Thema natürlich von einer ganz bestimmten Seite: Die ASH Group entwickelt Technologien, mit denen unsere Kunden ihre Aufgaben immer besser erfüllen können.

Die Kunden geben also den Weg vor? Sicher, ein gutes Unternehmen bietet an, was nachgefragt wird. Aber auch der technische Fortschritt, wie die Debatte rund um Industrie 4.0 zeigt, ist ein treibender Innovationsfaktor. Innovativ in den Augen unserer Kunden ist das, was ihnen einen Nutzen bringt und ihnen erleichtert, ihre Ziele zu erreichen. Diese Ziele haben sich über kurze und längere Zeiträume immer wieder verändert und sind vielfältiger geworden. Heute rückt das nachhaltige Wirtschaften und Arbeiten in den Fokus. Effizienz, Leistungsfähigkeit und Bezahlbarkeit der Technik steht aber nach wie vor an oberster Stelle.

Wie werden denn die Produktentwicklungsziele bei der ASH Group festgelegt? An welcher Stelle steht dabei die Nachhaltigkeit? Produktentwicklungsziele sind das Ergebnis von strategischen Entscheidungen und technischen Machbarkeits-Überlegungen gleichermassen. Unsere Entwickler haben mittlerweile einen eigenen Ehrgeiz entwickelt, umweltschonende, energieeffiziente, materialsparende und langlebige Produkte zu entwickeln. Wesentliche Anreize für die Entwicklung nachhaltiger Lösungen kommen aber insbesondere von aussen. Neben den Anforderungen der Kunden, sind dies immer häufiger auch gesetzliche Regelungen. So zum Beispiel bei den Motoren. Die Euro 6-Motoren, welche die neuen Emissionsvorschriften erfüllen, stellen nur schon aufgrund ihrer Grösse neue Herausforderungen für die Konstruktion der Fahrzeuge dar. Da ist schon die Anpassung bestehender Fahrzeuglinien eine eigene Entwicklungsaufgabe. Wir haben in vielen Fällen vorausgedacht und unsere Fahrzeuge genügend flexibel konstruiert. Deshalb konnten wir vergleichsweise früh Fahrzeuge anbieten, welche die neuen Vorschriften erfüllen. Ganzheitlich denken, vorausschauend entwickeln und nachhaltig arbeiten sind wichtige Grundsätze der Geschäftstätigkeit der ASH Group und bilden die Basis für unseren wirtschaftlichen Erfolg.

Viele Anforderungen von Kundenseite und neue gesetzliche Anforderungen, Richtlinien und Normen. Wie geht man bei der ASH Group mit diesen Veränderungen im Geschäftsumfeld um? Wir sind es gewohnt, in vielen Produktsegmenten sehr kundenspezifisch zu arbeiten und auftragsbezogene, individuelle Konfigurationen auszuliefern. Deshalb können wir flexibel auf neue Kundenbedürfnisse reagieren. Die Gesetzgebung in Sachen Umweltverhalten, Emissionen, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz haben wir genau im Blick und versuchen, frühzeitig zu handeln.

Ein Blick in die Zukunft. Was wollen Sie bezüglich Nachhaltigkeit bei der ASH Group erreichen? Es klang schon durch, Nachhaltigkeit ist vielschichtig und fliesst auf ganz unterschiedlichen Wegen in unsere Arbeit und unsere Produkte ein. Wir sind stolz, wenn Fachzeitschriften, Tester und Kunden uns sagen, dass man mit unserer Technik sehr gut arbeiten kann. In Zukunft möchten wir aber auch als innovatives und nachhaltiges Technologieunternehmen wahrgenommen werden.