Prädikat „super-sauber“

Swingo 200+ überzeugt die Kommunen Oerlinghausen und Leopoldshöhe

Als Nachbarn haben die Stadt Oerlinghausen und die Gemeinde Leopoldshöhe zahlreiche Berührungspunkte. Da liegt es nahe, möglichst auch zusammenzuarbeiten. Jüngstes Beispiel ist eine neue Kehrmaschine.

„Hand in Hand für eine saubere Kommune“ ist seitlich auf der „Swingo 200+“ zu lesen, zur Verdeutlichung sind auch noch die beiden Wappen angebracht. Denn die Kommunen haben das Fahrzeug gemeinsam beschafft und sich die Kosten geteilt.

Seit letztem Jahr kehrt die Maschine nun in beiden Gemeinden. Vor dem Kauf hat es mehrere Treffen gegeben, um den Bedarf zu ermitteln. Die gefundene Lösung „dient der Vereinfachung der Arbeitsabläufe“, sagte Oerlinghausens Bürgermeister Dirk Becker. Gerhard Schemmel, sein Amtskollege aus Leopoldshöhe, pflichtete ihm bei. „Bei der interkommunalen Zusammenarbeit muss man manchmal ein dickes Brett bohren“, stellte er fest. „Aber hier haben wir ein schönes Symbol, dass es gut funktioniert.“ Man müsse schließlich nicht alles selbst machen, zumal die öffentlichen Aufgaben immer vielfältiger werden. Die Zusammenarbeit funktioniere sehr gut und vertrauensvoll. „Wir streiten uns zum Beispiel nicht darüber, wer die Scheiben sauber machen muss oder wer tanken muss“, sagte Schemmel. In beiden Kommunen sind insgesamt sechs Bauhofmitarbeiter mit dem Fahrzeug vertraut.

Auch die Feuerwehr kann das Fahrzeug benutzen

„Auch die Feuerwehr kann die Kehrmaschine nutzen, zum Beispiel bei der Beseitigung von Ölspuren“, erläuterte Oerlinghausens Bauhofleiter Thomas Kronshage. Sein Leopoldshöher Kollege Andreas Glatthor nannte weitere Einsatzbereiche: Große Flächen wie Schulhöfe werden damit gekehrt, Laub auf Bürgersteigen kann ebenso aufgenommen werden wie die Reste von Silvesterböllern. „Wir haben kürzlich eine Brücke mit Hochdruck gereinigt, sie wurde super-sauber“, berichtete Glatthor.

Die Bauamtsleiter Helmut Holthöfer und Dirk Puchert-Blöbaum verwiesen auf die unbürokratische Art der Zusammenarbeit. So wurde eine Vereinbarung zur praktischen Handhabung geschlossen. Darin ist geregelt, dass auch die Unterhaltungs- und mögliche Reparaturkosten geteilt werden. Dabei gelten jeweils einfache, aber wirkungsvolle Grundsätze, zum Beispiel: „Das Fahrzeug wird immer vollgetankt übergeben.“

 

Quelle: http://www.nw.de/lokal/kreis_lippe/leopoldshoehe/22171906_Zwei-Kommunen-eine-Kehrmaschine.html

Foto: Knut Dinter