Heidelberg geht mit gutem Beispiel voran

Wir haben bereits berichtet, dass Heidelberg als erste deutsche Stadt eine eSwingo 200+ bestellt hat. Die Stadt war im Mai dieses Jahres Gastgeberin der International Conference for Climate Action und verfolgt eine beachtliche Anzahl Initiativen im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit. So will die Stadtverwaltung zum Beispiel den Fuhrpark sukzessive auf emissionsfreie Fahrzeuge umstellen. Seit Mitte September trägt auch eine eSwingo 200+ zu diesem Ziel bei.

Kürzlich wurde das neue, mit dem Logo und Farben der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Heidelberg beschriftete Modell der Presse vorgestellt. Wir haben unsere Maschine bereits anlässlich der Klimakonferenz einen Tag lang begleitet und Michael Kraft, Leiter Regiebetrieb Reinigung der Stadt Heidelberg damals nach seinen Erwartungen gefragt. Neben der Erwartung, dass die elektrische Maschine genauso gut funktioniert wie das herkömmliche Modell, sprich: Zuverlässigkeit, Leistung und Komfort identisch sein müssen, hoffte Kraft auch, dass sein Team am Wochenende in der Altstadt verstärkt kehren kann, weil die Maschine leiser ist. Anlässlich des Pressetermins hebt die Stadt Heidelberg neben den Vorteilen des emissionsfreien und geräuscharmen Antriebs hervor, dass durch das spezielle Umluftsystem der eSwingo der Ausstoss von gesundheitsschädlichem Feinstaub um bis zu 70 Prozent reduziert werden kann.

Die erste elektrische Kehrmaschine Heidelbergs ist in der Altstadt im Einsatz. Das Bild zeigt (v.l.n.r.): Oleg Valjavin, Fahrer der neuen Elektrokehrmaschine, Rolf Friedel, Leiter der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Heidelberg, Bürgermeister Wolfgang Erichson und Michael Kraft, Leiter des Regiebetriebs Reinigung.

Wollen Sie selber hören, wie leise die eSwingo ist, was genau Michael Kraft an Erwartungen hat und sehen, wie der Tag einer eSwingo in Heidelberg aussieht? Anlässlich der Klimakonferenz haben wir unsere Maschine und das Team der Stadtreinigung einen Tag lang begleitet:

Übrigens: Der Geräuschpegel einer eSwingo liegt bei 91 dB(A), derjenige gegenüber einer herkömmlichen Swingo mit Lärmdämmpaket bei 99 dB(A). Ist das viel? Wir haben bei Tobias Weissenrieder, bei der Aebi Schmidt Group für das Produktmanagement und für Forschung und Entwicklung zuständig, nachgefragt. Er erklärt: «Eine Reduktion um 3 dB(A) Schalldruck bedeutet eine Halbierung der Gehörgefährdung. Eine Reduktion um 10 dB(A) Schallleistung bedeutet Halbierung der Lautstärke. Die eSwingo Messwerte sind also fast um die Hälfte tiefer wie beim Diesel-Modell. Menschen empfinden jedoch Lautstärke auch in Abhängigkeit von Frequenz und Art der Lärmquelle, daher kommt es, dass identische Geräusche unterschiedlich wahrgenommen werden.»