Produktedemonstration trotz Pandemie? Selbstverständlich!

Kaufen Sie die Katze im Sack? Wohl kaum. Maschinen und Geräte live zu präsentieren, damit der Kunde diese erleben und testen kann, gehört seit Jahrzehnten zu unserem Tagesgeschäft. Was aber, wenn der Pandemie wegen eine reguläre Demonstration nicht möglich ist? Die Geschichte unserer Kollegen in den Niederlanden zeigt, wie man diese Herausforderung kreativ lösen kann, ohne gleich voll digital aufrüsten zu müssen.

Die Bandbreite dessen, was heute technisch möglich ist, ist gross. Angeboten wird alles Mögliche, von klassischen YouTube Videos über digitale Konferenzen bis hin zu live Beratung mit VR (Virtual Reality) Brillen. Aber kann all dies eine reguläre Demonstration ersetzen? Kann man mit der VR Brille die Ergonomie eines Arbeitsplatzes selber erleben, mit eigenen Händen und Augen erleben, wie einfach die Steuerung komplexer Vorgänge funktioniert? Wir sagen ja und nein – und erklären das anhand einer kreativen Lösung unserer Kollegen in den Niederlanden.

Die Ausgangslage
Zu Beginn des Jahres schrieb die niederländische Gemeinde Texel die Ersatzbeschaffung ihrer gesamten Winterdienstgeräteflotte aus. Der Gemeinde war es – letztlich der Verkehrssicherheit verpflichtet – wichtig, ihre Flotte auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen, von Trocken- auf Feuchtsalzstreuen umzustellen und ablaufkritische Elemente wie Routenwahl, Dosierung oder Streubreite auf Basis von Erfahrungswerten zu automatisieren. Ein wichtiger Bestandteil der Ausschreibung war die Demonstration der Maschinen und Geräte, weil die Gemeinde verständlicherweise nicht nur dem Papier glauben wollte, sondern Maschinen und Systeme in der Praxis sehen wollte. Tja, und dann kam die Pandemie und mit ihr der Lockdown. Darauf nahm die Laufzeit der Ausschreibung natürlich keine Rücksicht.

Foto der Fahrerkabine vor Abfahrt der Demoroute

Die Lösung
Statt das, was sonst auf Papier steht, mit einem Smartphone auf ein Video zu sprechen und damit nicht wesentlich mehr Praxis zu vermitteln, wie eben mit Papier, hat sich das Demo-Team von Aebi Schmidt Nederland  pragmatisch, schnell und unkompliziert mit den Möglichkeiten der vorhandenen Instrumente auseinander gesetzt. Entstanden ist daraus eine Demonstration im Rahmen einer regulären Videokonferenz. Dabei spielte jedoch ein Aspekt eine wichtige Rolle, den wir tatsächlich auch auf Papier bewerben, nämlich dass die Systeme von Aebi Schmidt einer für den Maschinenführer logischen Arbeitsweise entsprechen. Diese Logik erlaubt es, den Prozess einfach und verständlich darzustellen und abzuwickeln. Genau das hat der Vorführmitarbeiter von Aebi Schmidt getan und sein Kollege kommentierte den Ablauf live mit Hilfe einer zweiten Kamera. Weitere Fachexperten waren der live und ohne Schnitt durchgeführten Demonstration von ihren Heimarbeitsplätzen zugeschaltet und konnten den Prozess kommentieren und aufkommende Fragen der Gemeinde Texel direkt beantworten.

Screenshot der Demoroute inkl. Konferenzteilnehmer

Das Resultat
Das Aufzeichnen von Referenzrouten, das Erkennen von Abweichungen oder auch Eingriffe aus dem entlegenen Kontrollzentrum kann auch mit einer einfachen Videokonferenzschaltung demonstriert werden. Eine solche live Demonstration ist tatsächlich etwas glaubwürdiger als nur Papier oder ein vorbereitetes Video. Die Gemeinde Texel konnten wir jedenfalls überzeugen und die Ausschreibung trotz erschwerter Bedingungen wegen der Pandemie für uns gewinnen. Wir danken der Gemeinde Texel herzlich für ihr Vertrauen und dafür, dass sie sich spontan und unkompliziert auf eine pragmatische, ehrliche und faire Demonstration eingelassen haben.